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Kennst du die Antworten auf diese Fragen?

Bauchfett bekommst Du weg, mit gezieltem Training

Teilweise richtig. Bauchtraining stärkt zwar die Muskulatur, aber Fett verliert man nicht nur an genau der Stelle, die man trainiert. Der Körper baut Fett insgesamt ab, nicht nur am Bauch.

Welche Rolle spielt Stress dabei?
Stress kann Bauchfett indirekt begünstigen. Wenn man dauerhaft gestresst ist, verändert das oft das Essverhalten, den Schlaf und die tägliche Bewegung. Dadurch kann Fett am Bauch hartnäckiger werden und sich schwerer abbauen lassen.

Kurz gesagt:
Gezieltes Training allein macht Bauchfett nicht weg, aber es ist trotzdem sinnvoll. In Kombination mit guter Ernährung, ausreichend Bewegung, Schlaf und weniger Stress klappt es am besten.

Essen nach 18 Uhr macht dick

Falsch – zumindest als pauschale Regel. Essen nach 18 Uhr macht nicht automatisch dick; entscheidend ist vor allem die gesamte Kalorienbilanz (wie viel du insgesamt isst). Allerdings kann spätes Essen bei manchen Menschen ungünstiger sein (z.B. weil der Blutzuckeranstieg abends höher ist und der Fettstoffwechsel langsamer arbeitet) und es kann leichter zu mehr Gesamt-Essen über den Tag/abends kommen.

Kohlenhydrate sind schlecht am Abend

Falsch als pauschale Regel. Kohlenhydrate sind am Abend nicht automatisch schlecht; für Gewichtszunahme ist vor allem die Gesamtkalorienmenge über den Tag entscheidend, nicht die Uhrzeit allein.

Was stimmt eher?

  • Qualität zählt: Komplexe Kohlenhydrate wie Vollkorn, Hülsenfrüchte oder Kartoffeln sind meist sinnvoller als stark verarbeitete, zuckerreiche Lebensmittel.
  • Menge zählt: Wenn du abends sehr viel und sehr kalorienreich isst, kann das natürlich beim Zunehmen helfen.
  • Individuell kann es helfen: Manche nehmen ab, wenn sie abends weniger essen, weil sie dann insgesamt leichter im Kaloriendefizit bleiben.
Protein hilft automatisch beim Muskelaufbau

Falsch, das stimmt so nicht ganz. Protein ist wichtig für Muskelaufbau, aber nicht automatisch ausreichend: Es braucht auch einen Trainingsreiz, genug Gesamtenergie und eine passende Proteinzufuhr über den Tag. 

Schwitzen ist ein Zeichen für gutes Training

Falsch. Schwitzen ist kein zuverlässiges Zeichen für ein gutes Training, weil es vor allem von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Kleidung, Tagesform und individueller Schweißneigung abhängt, nicht direkt von der Trainingsqualität.

Nach 1 Stunde Krafttraining kann man deutlich weniger schwitzen als bei einem 45-minütigen Waldlauf, obwohl der Kalorienverbrauch oder die Trainingswirkung je nach Intensität ganz anders ausfallen kann. Schwitzen zeigt also eher, wie stark der Körper Wärme loswerden muss, nicht wie gut das Training war.

Krafttraining macht immer Muskeln

Falsch. Leider macht Krafttraining nicht immer Muskeln; Muskelaufbau hängt von Training, Ernährung, Regeneration und Genetik ab.

Besonders Frauen machen oft kein Krafttraining, weil sie Angst haben, „zu muskulös“ zu werden. Diese Sorge ist meist unbegründet, denn sichtbarer Muskelaufbau passiert in der Regel nicht einfach so, sondern braucht gezieltes, regelmäßiges Training über längere Zeit. 

Daher meine Empfehlung: Ran ans Eisen und zwar alle!

Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages

Richtig. Meiner Meinung nach ist das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages. Ein ausgewogenes Frühstück liefert Energie für den Start in den Tag, kann die Konzentration fördern und hilft vielen Menschen, länger satt zu bleiben. Außerdem stabilisiert es den Blutzuckerspiegel. Doch ich bin nicht jeder. Daher gilt hier: Probier es selbst aus, wie du dich fühlst, wenn du nichts frühstückst, wenn du mit Kohlenhydraten startest oder schon mit einer eiweißreichen Mahlzeit beginnst. 

Durch bestimmte Übungen kann ich gezielt Fett an einer Stelle abnehmen

Falsch. Die Vorstellung, dass man durch gezielte Übungen an einer bestimmten Körperstelle Fett abbauen kann (z. B. Bauchübungen gegen Bauchfett), wird als Spot Reduction bezeichnet. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass dies nicht funktioniert. Beim Fettabbau entscheidet der Körper selbst, aus welchen Fettdepots er Energie nutzt. Das wird vor allem durch Genetik, Hormone und den individuellen Stoffwechsel beeinflusst – nicht durch die trainierte Muskelgruppe.

Gezielte Übungen können zwar die Muskulatur an einer bestimmten Stelle stärken und aufbauen, das darüberliegende Fett verschwindet jedoch nur, wenn insgesamt Körperfett abgebaut wird. Dafür sind vor allem ein Kaloriendefizit, eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung entscheidend.

Körperfettverteilung ist Zufall

Falsch. Die Verteilung des Körperfetts ist kein Zufall. Sie wird von mehreren Faktoren beeinflusst, insbesondere:

  • Genetik – sie spielt eine große Rolle dabei, ob Fett eher am Bauch, an den Hüften, den Oberschenkeln oder an anderen Körperstellen gespeichert wird.
  • Hormone – z. B. Östrogen, Testosteron und Cortisol beeinflussen die Fettverteilung.
  • Alter – mit zunehmendem Alter verändert sich die Fettverteilung häufig.
  • Geschlecht – Frauen speichern Fett häufiger an Hüften und Oberschenkeln, Männer eher im Bauchbereich.

Obwohl Ernährung und Bewegung den gesamten Körperfettanteil beeinflussen, kann man nicht gezielt steuern, an welchen Körperstellen Fett zuerst ab- oder zunimmt.

Wenn du wissen möchtest, warum sich dein Körperfett genau so verteilt, wie es das tut, vereinbare gerne einen Termin zur Hautfaltenmessung. Anhand der Messung kann ich deine Körperfettverteilung analysieren und dir erklären, welche Faktoren sie beeinflussen und warum sie bei dir so aussieht.